Tumblr-Dashboard für HTMLy

Von: Sebastian Schürmanns

Das Flat-File-System HTMLy eignet sich perfekt für Tumblr-Konzepte. Jetzt gibt es dazu auch das passende Autoren-Dashboard.

HTMLy ist ein kleines Flat-File-System für einfache und schnelle Blogs. Eine ausführliche Review zu HTMLy gibt es auf CMSstash, daher soll es in diesem Beitrag nur um das spezielle inhaltliche Konzept und das Dashboard gehen. Denn bei den Inhalten unterscheidet HTMLy zwischen verschiedenen Post-Typen wie Image, Video, Audio, Quote, Link, Text und damit eignet sich HTMLy eigentlich perfekt für Blogs im Tumblr-Stil. Einziges Problem: Das Autoren-Dashboard von HTMLy wirkte bislang für meinen Geschmack etwas lieblos und chaotisch:

Das Dashboard von HTMLy

Da sich mein aktuelles Projekt an web-redaktionelle Laien richtet, sollte das System so selbsterklärend wie möglich sein. Schließlich will ich nicht immer wieder von neuem die Bedienung erklären müssen, denn das kostet allen nur unnötig Geld und Zeit. Also habe ich das Dashboard so umgebaut, dass es aus meiner Sicht relativ selbsterklärend ist. Hoher Initialaufwand, der sich mit der Zahl der Projekte vielleicht wieder rentiert.

Neues Dashboard für HTMLy

Bei der Umgestaltung des Dashboards half ein ganz einfacher Usability-Trick: Nimm dir zehn Karten, schreibe die typischen Arbeitsschritte des Redakteurs auf und sortiere die Karten danach, wie oft die einzelnen Arbeitsschritte nach dem Einloggen anfallen. Das habe ich natürlich nicht physisch gemacht, sondern nur im Kopf durchgespielt. Und so sah das fiktive Ergebnis aus:

  • 60 Prozent: Einen neuen Blog-Beitrag erstellen.
  • 15 Prozent: Einen bestehenden Beitrag oder Entwurf bearbeiten.
  • 10 Prozent: Erstmal einen Kaffee holen.
  • 5 Prozent: Wieder ausloggen.
  • 3 Prozent: Eine neue statische Seite anlegen oder editieren.
  • 1 Prozent: Neue Taxonomien anlegen.
  • 0.5 Prozent: Mein Profil verändern.
  • 0.25 Prozent: Irgendwas in der Konfiguration, an Widgets, Plugins oder sonstigen Tools ändern.
  • 0.00001 Prozent: Einen Update durchführen.

Das Ergebnis sah dann so aus:

Beitrag erstellen mit HTMLy

Als Anwendungsbeispiel habe ich das Theme "Lingonberry" von WordPress nach HTMLy portiert, da das Theme so wunderschön auf unterschiedliche Post-Typen reduziert ist.

Lingonberry mit HTMLy

Leider ist das Projekt HTMLy inzwischen weitestgehend zum erliegen gekommen, es wurden bereits drei Dashboards angeboten, von denen jedoch kein Kandidat in das Stammprojekt übernommen wurde. Stattdessen sucht der Initiator seit geraumer Zeit einen weiteren Mitstreiter für das Projekt. Eine echte Empfehlung ist HTMLy daher nicht mehr. Als alternative bietet sich das kleine Flat File System Bludit für einfache Webseiten an.

Zuletzt aktualisiert: 04.11.2018